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Pressemitteilungen LV Hessen

06.09.18 - 15:41 Uhr

Deutscher Mieterbund – Landesverband Hessen e.V.

Organisation und Aufgaben

Der Deutsche Mieterbund – Landesverband Hessen e.V. ist einer der größten und stärksten Verbände im Land. In den 23 hessischen Mietervereinen sind rund 110.000 Mieterhaushalte organisiert. Das entspricht in etwa einer Mitgliederstärke von 230.000 Personen.

Der Deutsche Mieterbund – Landesverband Hessen e.V. ist einer der größten der 15 Landesverbände des Deutschen Mieterbundes (DMB). Bundesweit sind zurzeit weit über. 1 Mio. Mieterhaushalte, das heißt rund 2,4 Mio. Mieterinnen und Mieter, Mitglied eines örtlichen Mietervereins und damit im Deutschen Mieterbund organisiert.

Die Arbeit des Deutschen Mieterbundes, der Landesverbände und der örtlichen Mietervereine wird ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen finanziert. Eine öffentliche Förderung gibt es nicht. Dies garantiert die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der Mieterorganisation.

Der Deutsche Mieterbund ist eine überparteiliche Organisation und parteipolitisch neutral. Führungs- und Beschlussorgane sind auf Bundesebene der 12-köpfige Bundesvorstand mit Dr. Franz-Georg Rips als Präsident an der Spitze und Lukas Siebenkotten als Direktor und Bundesgeschäftsführer. Führungs- und Beschlussorgan auf Landesebene sind der 11-köpfige Landesvorstand mit Wolfgang Hessenauer als Vorsitzendem und Eva-Maria Winckelmann als Verbandsdirektorin. Weitere Beschlussorgane sind auf Bundesebene der Deutsche Mietertag sowie auf Landesebene der alle zwei Jahre stattfindende Hessische Mietertag, auf dem etwa 100 Delegierte der Mietervereine die Richtlinien der Verbandspolitik festlegen und den Landesvorstand wählen.

Im Mittelpunkt der Arbeit des Landesverbandes und des Deutschen Mieterbundes steht die politische Interessenvertretung der Mieter. Die Mieterorganisation ist sowohl auf Bundesebene als auch auf Landesebene anerkannter Gesprächspartner für Gesetzgeber und Verwaltung. Der Mieterbund wird zu allen wesentlichen Gesetzgebungsmaßnahmen im Bereich Bauen und Wohnen gehört. Der Deutsche Mieterbund meldet sich aber auch zu Wort, wenn es um die Erhaltung und den Ausbau des Mieterschutzes geht, um bezahlbare Mieten, ein leistungsstarkes Wohngeld, sowie die stetige Förderung des sozialen Wohnungsbaus, die Gestaltung des Wohnumfeldes und den sozialen Frieden in den Wohnquartieren. Auch zu rechtlichen Fragen, beispielsweise zur Zulässigkeit von Nebenosten, zur Heizkostenverordnung sowie zum Klimaschutz nimmt der Deutsche Mieterbund engagiert Stellung und erarbeitet Vorschläge.

Neben der politischen Interessenvertretung der Mieter gehört die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zu den Schwerpunkten der Mieterbund-Tätigkeit. Durch regelmäßige Veröffentlichungen und Berichte in Presse, Funk und Fernsehen, durch eine Vielzahl von ständig aktualisierten Aufklärungsbroschüren, das Mieterlexikon, die zweimonatlich erscheinende MieterZeitung und die mietrechtliche Fachzeitschrift „Wohnungswirtschaft und Mietrecht (WuM)“ sowie eine ständig aktualisierte Homepage und über Facebook trägt der Deutsche Mieterbund dem hohen Informationsbedürfnis sowohl der Mieter als auch der Vermieter Rechnung.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit der örtlichen Mietervereine ist die unmittelbare Interessenvertretung der Mieter vor Ort. Neben der Aufklärung über Rechte und Pflichten ist das in erster Linie die Rechtsberatung und Hilfe bei Mietstreitigkeiten. Insgesamt haben die 23 hessischen Mietervereine in ihren über 40 Beratungsstellen im letzten Jahr rund 90.000 Einzelberatungen durchgeführt. Diese verteilen sich auf persönliche Beratungstermine, Telefonberatungen und Beratungen per E-Mail. Seit vielen Jahren ist absoluter Spitzenreiter bei den Beratungsthemen mit mehr als 33 Prozent aller Beratungen die Fragen rund um die Probleme um Heiz- und Nebenkostenabrechnungen. Weitere rund 20 Prozent der Beratungen betreffen das Thema Wohnungsmängel und schließen sich Beratungen zum Thema Mietminderung und Instandsetzung mit ein. An dritter Stelle folgt die Beratung zum Thema Schönheitsreparaturen mit rund acht Prozent.

Beraten und helfen dürfen die Mietervereine nur Mitgliedern. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben.

Viele hessische Mietervereine bieten darüber hinaus Prozesskostenschutz durch eine Rechtsschutz-Versicherung an. Der Deutsche Mieterbund, die Landesverbände und Mietervereine haben dazu 1983 eine eigene Versicherungsgesellschaft, die Deutsche Mieterbund Rechtsschutz-Versicherung AG gegründet.

Mietervereine haben kein eigenständiges wirtschaftliches Interesse daran, einen Mietprozess zu führen. Sie wissen, dass Mietern am besten durch eine außergerichtliche Einigung geholfen wird. Die Mietervereine begreifen sich daher auch als Streitschlichter. Ohne Einschaltung der Gerichte, das heißt außergerichtlich, werden mehr als 97 Prozent aller Beratungsfälle gelöst.