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Pressemitteilungen LV Hessen

07.09.18 - 12:00 Uhr

38. Hessischer Mietertag

Vielfalt des Wohnens

Mietertag fordert verstärkte Anstrengungen der Politik zur Verbesserung der aktuellen wohnungspolitischen Situation für alle Mieter in Hessen

Zum 38. Hessischen Mietertag hat der Deutsche Mieterbund – Landesverband Hessen e.V. seine Mitgliedsvereine am Wochenende nach Bad Homburg eingeladen. Erwartet werden rund 150 Ehrengäste, Delegierte und Gastdelegierte aus Politik, befreundeten Landesverbänden sowie den örtlichen Mietervereinen. Der hessischen Mieterorganisation gehören 23 Mitgliedsvereine an, die mehr als 40 Beratungsstellen in ganz Hessen unterhalten und den derzeit rund 110.000 Mieterhaushalte angeschlossen sind. „Bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 2,1 Personen heißt das, dass unser Verband mehr als 230.000 Mitglieder vertritt. Damit gehört der Mieterbund zu den mitgliedsstärksten Organisationen in ganz Hessen“, erklärte Landesvorsitzender Wolfgang Hessenauer im Rahmen der vorab angesetzten Pressekonferenz.

Im Mittelpunkt des 38. Hessischen Mietertages am 08.09.2018 im KongressCenter im Kurhaus Bad Homburg steht die öffentliche Veranstaltung zum Thema

Vielfalt des Wohnens

Nach der Begrüßung durch den Landesvorsitzenden Hessenauer und den Vorsitzenden des örtlichen Mietervereins Jörg G. Grünberg überbringen der Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg, Alexander Hetjes, die Staatsministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Priska Hinz sowie der Fraktionsvorsitzende der SPD, Thorsten Schäfer Gümbel ihre Grußworte. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion mit den wohnungspolitischen Sprechern der im Landtag vertretenden Parteien Ulrich Caspar (CDU), Michael Siebel (SPD), Hildegard Förster-Heldmann (Bündnis 90/DIE GRÜNEN), Hermann Schaus (DIE LINKE) und Dr. Jörg-Uwe Hahn (FDP) statt, die durch den Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes Berlin, Lukas Siebenkotten moderiert wird. Die Schlussansprache wird Dr. Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbundes e.V. halten.

Zum Auftakt des Mietertages am 07.09.2018 erklärte der Vorsitzende des Deutschen Mieterbundes – Landesverband Hessen e.V. Wolfgang Hessenauer: „Seit vielen Jahren warnen wir vor den Problemen durch die bereits seit langem bestehende Wohnungsknappheit. Der Bedarf an Wohnungen sowie die unterschiedlichen Wohnformen und Bedürfnisse der Mieter, wurde und wird seitens der Politik unterschätzt, ja vielerorts sogar missachtet.“

Zwar ist der Wohnungsbau innerhalb der letzten Jahre wieder leicht angestiegen, allerdings fehlen noch immer zehntausende von Wohnungen hessenweit. Um den tatsächlichen Bedarf zu stillen, müssten pro Jahr mindestens 37.000 Wohnungen gebaut werden. Entstanden sind in den letzten Jahren allerdings maximal die Hälfte pro Jahr. Darüber hinaus fehlen zehntausende von Sozialwohnungen in Hessen. Der Bestand der sozialgeförderten Wohnungen in Hessen hat während der letzten Legislaturperiode weiter abgenommen und in 2018 mit weniger als 85.000 Wohnungen seinen Tiefstand erreicht. „Alleine in dieser Legislaturperiode sind weitere 30.000 Wohnungen aus der Sozialbindung herausgefallen und damit deutlich mehr, als neu geschaffen wurden. Hessenweit fehlen mindestens 70.000 Sozialwohnungen, 50.000 Haushalte sind suchend gemeldet, die Dunkelziffer der Suchenden dürfte deutlich höher liegen“, erklärte Hessenauer.

Es ist allerhöchste Zeit, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Der Deutsche Mieterbund – Landesverband Hessen e.V. fordert daher von Bund, Land und Kommunen nicht nur eine entsprechende Verstärkung des Wohnungsbau, sondern konkrete Lösungsansätze dafür, wie die benötigten Wohnungen in Hessen schnellstmöglich entstehen können und was zu tun ist, damit die Bedürfnisse der Wohnungssuchenden erfüllt werden können, damit das Angebot wieder attraktiv wird und bleibt. „Die allermeisten Menschen brauchen keine Luxuswohnung mit Rundumversorgung, sondern bezahlbare Wohnungen, die ihren Bedürfnissen entsprechen“, so Hessenauer weiter.