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Pressemitteilungen LV Hessen

18.12.18 - 09:38 Uhr

Mieterbund beobachtet

Seit einigen Wochen wird verhandelt und bis Weihnachten soll der Koalitionsvertrag von CDU und Grünen fertig sein. Beim Deutschen Mieterbund – Landesverband Hessen e.V. beobachtet man die derzeit stattfindenden Verhandlungen sehr intensiv und ist gespannt darauf, ob die neue Landesregierung zukünftig die Mieterinteressen wieder stärker in den Fokus rückt.

„Es ist ein Drama, dass in Hessen immer noch so viele Wohnungen fehlen“, so Gert Reeh, 1. Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes – Landesverband Hessen e.V. Um den Bedarf, der bis zum Jahr 2040 auf mindestens 500.000 Neubauwohnungen geschätzt wird, zu erfüllen, müssten jedes Jahr mindestens 34.000 Wohnungen neu gebaut werden. „Im vergangenen Jahr wurden aber nicht einmal 20.000 Wohnungen fertiggestellt“, so Reeh weiter. Darüber hinaus fehlen zehntausende von Sozialwohnungen, fatalerweise hat sich innerhalb der letzten 25 Jahre die Anzahl der schon vorhandenen mehr als halbiert.

„Die zukünftige Landesregierung muss endlich wieder den Fokus auf eine gerechte Wohnungspolitik legen und dafür sorgen, dass für alle Menschen angemessener Wohnraum zur Verfügung steht“, fordert Reeh. Dazu gehört es, alles dafür zu tun, dass die Bautätigkeiten weiter angekurbelt werden und dass endlich die Förderrichtlinien für die Schaffung von geförderten Mietwohnungen ausgeweitet und attraktiver gemacht werden. Zudem fordern wir, dass Sozialwohnungen zukünftig auch Sozialwohnungen bleiben und nicht nach 15 oder 20 Jahren abgelöst werden können. Notwendig, um die Situation der hessischen Mieterinnen und Mieter zu verbessern ist darüber hinaus, die Schaffung einer neuen Zweckentfremdungs- sowie einer Umwandlungsverordnung um Gentrifizierung insbesondere in den Universitätsstädten und Ballungsgebieten zu vermeiden.