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Pressemitteilungen LV Hessen

14.10.20 - 16:43 Uhr

Keine Mieterhöhungen!

„Nachdem die Inflation in Deutschland in diesem Jahr zum zweiten Mal unter die Nullmarke gerutscht ist und selbst die Verbraucherpreise im September um 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonat lagen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, fordern wir die Vermieter auf, derzeit keine Mieterhöhungen auszusprechen oder sich wenigstens auf maximal 1 Prozent pro Jahr zu begrenzen“, so Gert Reeh, 1. Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes – Landesverband Hessen e.V.

„Die Mieter brauchen eine Atempause“, erläutert Reeh weiter. Angesichts steigender Arbeitslosigkeit, Zunahme von Kurzarbeit und erneutem Anstieg von Corona-Infektionen reichen derzeit die finanziellen Mittel der Mieter in der Regel gerade noch aus, die Miete zu zahlen. Dies gilt insbesondere für die Mieter, die die breite Masse ausmachen, nämlich die mit mittlerem und niedrigem Einkommen. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die Mieten in Hessen, insbesondere in den Ballungsgebieten im Rhein-Main-Gebiet teilweise bis zu 20 Prozent mehr Miete zahlen als noch vor fünf Jahren. Besonders belastet sind Neumieter, die sehr unter den hohen Mieten zu leiden haben. So lag in Frankfurt am Main die durchschnittliche Nettokaltmiete 2019 bei 9,80 EUR pro Quadratmeter und in den kreisfreien Städten Wiesbaden, Darmstadt und den angrenzenden Landkreisen nur wenig darunter.

„Für Familien ist es besonders schwer, angemessenen Wohnraum zu finden, wenn das Wohnen in Frankfurt im Durchschnitt pro Jahr rund 2 Prozent teurer wird, gleichzeitig aber die Gehälter nicht steigen. Da die Mieten in Hessen besonders in den Ballungsgebieten und Universitätsstädten ohnehin über dem Bundesschnitt liegen, ist es daher nur fair, wenn Vermieter derzeit auf Erhöhungen verzichten“, schließt Reeh.